Schöne Ideen für Wandfarbe im Schlafzimmer

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Wenn es um Wandfarbe im Schlafzimmer geht, ist eines sicher: Obwohl es nur eine begrenzte Palette an Farben gibt, sind Hunderte von unterschiedlich wirkenden Schattierungen, Nuancen und Pastelltönen mischbar. Das vervielfältigt die Möglichkeiten, für das Schlafzimmer Wandfarbe auszusuchen.

Sicher ist ebenfalls, dass keine zwei Schlafzimmer in Deutschland gleich eingerichtet sind und die gleiche Stimmung haben. Menschen sind beim Wohnstil Individualisten. Selbst wenn die Möblierung ähnlich ausfällt und aus einem Möbelkatalog stammt, wird sie unterschiedlich arrangiert und dekoriert. Gleichwohl haben sich verschiedene Wohnstile etabliert.

Viele Menschen befassen sich mit der Frage, wie das Schlafzimmer mit Wandfarbe die richtige Stimmung erhält. Zu Beginn sind Fragen zu beantworten, die die Wahl der Wandfarbe beeinflussen können. Ist das Schlafzimmer klein, groß, die Decke eher niedrig oder hoch? Welche Beschaffenheit und Farbe hat der Boden bzw. der Bodenbelag? Fliesen und Naturstein-Böden wirken kühl. Die passende Antwort sind warme Wandfarben. Dunkle Böden sehen generell mit dunklen Wandfarben gut aus, helle mit hellen. Wichtig ist im Schlafraum eine ausgeglichene Farbharmonie. Dunkle Wände lassen niedrige Zimmerdecken noch niedriger erscheinen. Bei großen Schlafzimmern mit hohen Decken können dunkle Wandfarben hingegen sehr gemütlich wirken. Niedrige Schlafräume profitieren von hellen Wandfarben, die mehr Weite suggerieren. Welche ist die richtige Wandfarbe im Schlafzimmer?

Welche Wandfarbe passt ins Schlafzimmer?

Im Schlafzimmer sind Wandfarben und Farbkombinationen geeignet, die einen beruhigende Effekt haben. Dazu passen fast alle Pastelltöne und warme Farben wie Braun, Hellgrau, Taubenblaugrau, dunkle Gelbtöne, weißliche Grüntöne und das klassische Weiß. Auch wenn Weiß heute vielen Menschen langweilig erscheint, zeigte das ehemalige Schlafzimmer von Prinz Harrys zukünftiger Frau, Meghan Markle, dass man damit eine wunderbare Stimmung erzeugen kann. Das Zusammenspiel von Wandfarbe, Möblierung und Bettwäsche muss grundsätzlich stimmig sein. Außerdem sollten einige farbliche Kontraste eingebaut werden.

Als Grundregel gilt: bei durchweg weißen Möbeln sind die Wandfarben kontrastierend auszuwählen. Mittelstarke Blautöne oder Taupe-Nuancen wären eine gute Idee. Bei dunklen Möbeln verlangt es nach hellen Wandfarben. Hier wären Weiß, ein hell abgemischtes Gelb oder Hellgrün, ein zartes Hellblau oder andere Pastelltöne möglich. Ein modernes Schlafzimmer wirkt hell und freundlich. Es spricht aber nichts dagegen, ein oder zwei Wände mit einem dunkleren Farbton wie Mittelgrau, Weinrot oder Taubenblaugrau zu streichen. Dabei gilt das Prinzip: Je dunkler die Wandfarbe ausfällt, desto größer und besser beleuchtet sollte der Raum sein. Große Fensterfronten und indirektes Licht bewirken wahre Wunder.

Fünf Beispiele, wie Wandfarbe im Schlafzimmer wirkt

Ein Schlafzimmer, das in sehr hellen Pastelltönen und viel Weiß eingerichtet ist, wirkt leicht kühl. Das kann im Sommer ein Vorteil sein. Doch im Winter kann es tatsächlich kühl sein. Was fehlt, sind ein paar wärmende Tupfer, zum Beispiel in Form von Kissen, Blumen oder einem Gemälde in kräftigen Blau- und Grüntönen mit kleinen Gelb- und Rot-Anteilen. Off-White kombiniert mit zarten Beige-, Rosa- oder Gelbnuancen wirken immer heimelig und clean. Nichts lenkt vom Schlaf ab. Die Farben wirken frisch. Damit keine farbliche Sterilität aufkommt, sind die Einrichtung und das Bettzeug sorgfältig auf die Farben abzustimmen. Zur Hauptfarbe Weiß passen beispielsweise helle Hölzer wunderbar. Ganz ohne Kontraste sollte ein in Pastellfarben eingerichtetes Schlafzimmer nicht bleiben. Allzu starke Farbkontraste wie Schwarz oder Dunkelblau sind jedoch zu meiden.

Mit Weiß abgemischte Brauntöne wie Taupe kommen zu Recht wieder in Mode. Taupe ist auch im Schlafzimmer eine erdende Farbe mit beruhigender Wirkung. Mit dieser Wandfarbe im Schlafzimmer schläft es sich gut. Um die Ideen mit Wandfarben wie Taupe zu variieren, können die Wände mit verschieden hellen bzw. dunklen Taupe-Nuancen gestrichen werden. Dazu passt eine weiße Einrichtung ebenso gut wie Naturholz. Bettbezüge und Kissen in einem kräftigen, aber gedämpften Blauton könnten die farbliche Stimmung beleben, ohne den Schlaf zu stören.

Grüntöne im Schlafzimmer

Grüntöne, die im Schlafzimmer Verwendung finden, sollten entweder sehr zart oder aber eher ins Bläuliche gehend gewählt werden. Je mehr Gelb im Grün enthalten ist, desto leuchtender wird das Grün. Das belebt den Geist. Es spricht bei geeigneter Raumgröße nichts dagegen, eine dunkelgrüne Wand zu integrieren. Dunkelgrün beruhigt. Harmonischer wirkt es aber, einen ähnlichen Farbklang zu wählen, der jeweils in einem abgedämpften Grünton und einer etwas dunkleren Grün-Variante verarbeitet wird. Zu dunkle Grüntöne verdüstern das Schlafzimmer zu stark. Auf jeden Fall verlangt es nach hellen Möbeln, wenn ein dunkelgrüner Wandhintergrund gewünscht wird. Auch die Lichtregie sollte sehr gut auf die Wandfarben abgestimmt werden.

Blautöne im Schlafzimmer

Besonders die Ruhe stiftenden Blautöne sind für das Schlafzimmer eine gute Wahl. Zusammen mit kräftigeren Blautönen bei der Bettwäsche und viel Weiß im Mobiliar ergibt sich ein klassisches, eher maritimer Flair. Dieses kann sehr edel wirken. Die Kombination von Blautönen mit Grau oder Weiß ist ideal. Naturdekorationen mit Steinen, Gräsern, Federn und Muscheln passen in dieses Schlafzimmer-Ambiente. Die Farbe Blau wirkt in fast jeder abgedämpften Variante beruhigen. Ideal sind beispielsweise Taubenblaugrau, Zartblau, Hellblau oder Graublau. Eine Ausnahme stellen die grünlichen Türkis-Töne dar. Diese wirken eher kühl und belebend. Kräftige Blautöne sollten mit Zusatz von Weiß etwas abgedämpft werden.

Rosa im Schlafzimmer

Frauen, die Schlafräume mit Rosa ausstatten, leben oft alleine. Rosa ist die klassische Wandfarbe einer romantischen Gestaltung. Wo würde das besser hinpassen, als in ein Schlafzimmer? Ob der Raum ganz in zartem Pastellrosa gestrichen wird, oder ein, zwei Wände in einem etwas kräftigeren Rosa ist Geschmackssache. Die Kombination mit viel Weiß verlangt nach einigen gut platzierten Kontrasten. Knalliges Pink gehört definitiv nicht in ein Schlafzimmer, da es anregend wirkt. Wenn auf Ihrem Merkzettel die Worte „Schlafzimmer Wandfarbe Ideen“ zu finden sind, sollten Sie sich gut überlegen, welche Botschaft Sie mit Ihrer Farbwahl an andere senden.

Ungeeignete Wandfarbe im Schlafzimmer

Wer für sein Schlafzimmer Wandfarben sucht, hat meist schon die Möbel dazu im Besitz. Nur wer das erste Mal eine Wohnung bezieht oder das Schlafzimmer komplett neu einrichtet, kann zuerst die Wände mit der gewünschten Wandfarbe streichen und dann die Möbel passend aussuchen. Ansonsten definieren Parameter wie Raumgröße, Deckenhöhe, Bodenbelag, Mobiliar oder Fensterflächen die Farbwahl.

Für die Schlafräume tabu sich generell zu laute und kräftige Töne. Gleichwohl können ein kräftiges Braun, ein Dunkelblau oder Weinrot sehr schön wirken. Diese Farbtöne sind warm. Sie regen nicht an. Blau macht außerdem müde und beruhigt. Die mit Grün oder Gelb abgemischten Türkis-Töne sind hingegen eher geeignet, für Schlaflosigkeit zu sorgen. Jeder Hobby-Innenarchitekt weiß, dass helle Rot- und knallige Orangetöne ebenso anregend wirken wie ein kräftiges Dunkellila, ein gelb abgemischtes Grün, ein knalliges Pink oder ein intensives Sonnenblumengelb.

In Kombination mit vielen anderen Farben kommt Unruhe in den Raum. Im Schlafzimmer sollte die Farbpalette reduziert werden. Trotz ihres einschläfernden Langweiler-Effektes nicht geeignet sind stumpfe und leblos wirkende Grautöne wie Stahlgrau. Diese wirken weder gemütlich noch warm.

Welche Wandfarben im Schlafzimmer sind gut zu kombinieren?

Um die Schlafzimmerwände mit mehreren Farben zu streichen, sind Ton-in-Ton-Gestaltungen ideal. Sie wählen hierfür zwei Grau- oder Braun-, Gelb-, Rot- oder Blautöne in unterschiedlichen Helligkeitsgraden. Hellgrau kombiniert sich mit Mittelgrau oder einem mitteldunklen Taupe. Als Kontrastfarbton bei den Möbeln ist Weiß geeignet. Kombiniert werden können auch Zartrosa und mittelhelles Weinrot, ein mit Weiß abgedämpftes Sonnenblumengelb und ein pastellfarbener Gelbton, Hellblau und Mittelblau, zwei Nuancen von Blaugrau oder zwei verschieden helle grüne Pastelltöne. Der Effekt ist sehr harmonisch.

Die Alternative sind zwei verschiedene Wandfarben in unterschiedlichen Helligkeitsgraden. Zu beachten ist jedoch, dass ein Blauton und ein Braunton, ein Weinrot und ein zartes Gelb mehr farbliche Spannung erzeugen. Daher sind diese Kombinationen nur bei sehr guter Abstimmung mit Mobiliar und Bettwäsche für Schlafräume geeignet.

Wirkungen, die Farben auf die Schlaftiefe haben, werden leider oft unterschätzt. Doch Informationen über Farben werden auch über die Haut aufgenommen. Sie können bei entsprechender Farbpower auch im abgedunkelten Schlafraum für einen unruhigen Schlummer sorgen.

Edel wirken Schlafzimmer, die in zwei verschiedenen Grautönen gestrichen wurden. Wichtig ist, dass die Grautöne entspannen, ohne langweilig zu wirken. Besonders warme Grautöne, die zum Taupe oder Blau hin tendieren, sind geeignet.

 Mehr schöne Bilder zu Wandfarbe im Schlafzimmer finden Sie hier.

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